Am 1. Mai 2017 werden wie jedes Jahr Neonazis in diversen Städten aufmarschieren und versuchen den Tag der Arbeiter*innen für sich zu vereinnahmen. Sie beziehen sich dabei positiv auf die Zeit des Nationalsozialismus, in welcher der 1. Mai zum offiziellen Feiertag bestimmt wurde. In Analogie zu ihren historischen Vorbildern versuchen sie die arbeitende Bevölkerung erneut für ihre Ziele zu gewinnen. Sie bauen dabei auf ihr Bild der Arbeiter*innen als produktive Kraft einer angestrebten nationalsozialistischen Gesellschaft. Ihre Vorstellungen sind dabei nicht komplett aus der Luft gegriffen, da die in weiten Teilen der Bevölkerung vorhandenen menschenverachtenden Einstellungen in den letzten Jahren deutlich sichtbarer geworden sind. Diese zeigen sich beispielsweise in rassistischen Mobilisierungen gegen Geflüchtete und deren Unterkünfte.
Wir als Antifaschist*innen sehen es deshalb als Notwendigkeit an am 1.Mai den Neonazis entschlossen entgegen zu treten, egal ob in Stralsund, Halle, Bautzen, Dortmund oder anderswo. Aber auch an allen anderen Tagen im Jahr müssen wir ihnen das Leben madig machen.
Der Kampf gegen Nazis kann aber nicht der einzige Inhalt emanzipatorischer Politik sein, deshalb kommt am 2. Mai zur antikapitalistischen Demonstration in Rostock.
1. Mai Stralsund – Naziaufmarsch entschlossen entgegentreten
2. Mai Rostock – 17 Uhr Doberaner Platz – Demonstration „365 Tage im Jahr – Offensiv gegen Staat und Kapital“